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Grashoffstraße7, 27570, Bremerhaven

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CED-Sprechstunde

In unserer spezialisierten CED-Sprechstunde in Bremerhaven betreuen wir Patientinnen und Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Rufen Sie uns gerne an
0471 300 4640

Was sind chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED)?

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen sind langanhaltende entzündliche Erkrankungen des Verdauungstraktes. Sie verlaufen häufig schubweise und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Morbus Crohn

Morbus Crohn kann den gesamten Verdauungstrakt betreffen – vom Mund bis zum After. Typisch ist ein segmentaler Befall mit entzündlichen Veränderungen.

Colitis ulcerosa

Colitis ulcerosa betrifft ausschließlich den Dickdarm und beginnt meist im Enddarm. Die Entzündung bleibt auf die Darmschleimhaut begrenzt.

Typische Beschwerden

Je nach Erkrankung und Aktivität können auftreten:

  • Chronische oder wiederkehrende Durchfälle
  • Bauchschmerzen
  • Blut im Stuhl
  • Gewichtsverlust
  • Müdigkeit und Leistungsminderung
  • Die Ausprägung ist individuell sehr unterschiedlich.

Diagnostik in unserer Praxis

Zur Abklärung und Verlaufskontrolle können je nach Situation eingesetzt werden:

  • Gastroskopie und Koloskopie mit Biopsie
  • Labordiagnostik inklusiv Blutabnahme und Stuhlprobe
  • Ultraschall des Abdomens
  • MRT-Sellenk (extern)
  • Verlaufskontrollen in regelmäßigen Abständen

Die Diagnostik erfolgt strukturiert und entsprechend der aktuellen medizinischen Empfehlungen.

Moderne Therapieansätze

Die Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen hat sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt.

Die Auswahl erfolgt individuell und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung. Ziel der Behandlung ist eine stabile Krankheitskontrolle (Remission) und die Vermeidung von Komplikationen.

Je nach Krankheitsaktivität und individuellem Verlauf können eingesetzt werden:

Beispiele: Mesalazin. Wirken entzündungshemmend direkt auf die Darmschleimhaut und werden vor allem bei leichter bis mittelschwerer Colitis ulcerosa eingesetzt.
Beispiele: Prednisolon, Budesonid. Werden kurzfristig eingesetzt, um akute Entzündungsschübe rasch zu kontrollieren.
Beispiele: Azathioprin, 6-Mercaptopurin. Reduzieren die Aktivität des Immunsystems und helfen, die Erkrankung langfristig stabil zu halten.
Beispiele: Tofacitinib, Upadacitinib Moderne Tablettentherapien, die gezielt entzündliche Signalwege hemmen.
Beispiel: Ozanimod Beeinflussen bestimmte Immunzellen, um die Entzündungsreaktion im Darm zu reduzieren.
(in bestimmten Situationen) Werden bei Komplikationen oder speziellen Verläufen unterstützend eingesetzt.

Regelmäßige Verlaufskontrolle

Bei chronischen Erkrankungen ist die kontinuierliche Betreuung entscheidend.

Unsere CED-Sprechstunde umfasst:

  • regelmäßige Kontrolltermine
  • Überwachung der Krankheitsaktivität
  • Anpassung der Therapie bei Bedarf
  • Vorsorge- und Nachsorgeuntersuchungen

Eine strukturierte Langzeitbetreuung trägt dazu bei, Krankheitsphasen frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren.

Zusammenarbeit

Bei Bedarf erfolgt eine enge Abstimmung mit:

  • Hausärztinnen und Hausärzten
  • Kliniken
  • weiteren Fachdisziplinen

Eine koordinierte Betreuung ist insbesondere bei komplexen Verläufen von Bedeutung.

Häufige Fragen zur CED

Hier beantworten wir häufige Fragen zu unserer CED-Sprechstunde. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen telefonisch zur Verfügung.

Ist Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa heilbar?
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen gelten derzeit als nicht heilbar.
Ziel der Behandlung ist es, die Entzündung zu kontrollieren, Schübe zu reduzieren und eine möglichst stabile Lebensqualität zu erreichen.
Wie oft sind Kontrolluntersuchungen notwendig?
Die Häufigkeit der Kontrollen richtet sich nach der Krankheitsaktivität und der gewählten Therapie.
In stabilen Phasen erfolgen Kontrollen meist in regelmäßigen Abständen, bei aktiven Schüben entsprechend häufiger.
Sind moderne Therapien gut verträglich?
Moderne Therapien werden individuell ausgewählt und sorgfältig überwacht.
Vor Beginn einer Behandlung erfolgt eine ausführliche ärztliche Aufklärung über Nutzen und mögliche Risiken.
Kann ich mit CED ein normales Leben führen?
Viele Patientinnen und Patienten führen mit einer individuell abgestimmten Therapie ein weitgehend aktives und selbstbestimmtes Leben.
Eine kontinuierliche fachärztliche Betreuung spielt dabei eine wichtige Rolle.
Welche Rolle spielt die Ernährung bei CED?
Eine spezielle „CED-Diät“ gibt es nicht.
In bestimmten Krankheitsphasen können jedoch individuelle Ernährungsanpassungen sinnvoll sein. Wir beraten Sie hierzu im persönlichen Gespräch.
Können Stress oder psychische Belastungen die Erkrankung beeinflussen?
Stress gilt nicht als Ursache der Erkrankung, kann jedoch das subjektive Beschwerdeempfinden beeinflussen.
Ein ganzheitlicher Blick auf Lebenssituation und Belastungsfaktoren ist daher sinnvoll.
Muss ich dauerhaft Medikamente einnehmen?
Ob eine dauerhafte Therapie notwendig ist, hängt vom individuellen Krankheitsverlauf ab.
Ziel ist es, die Erkrankung langfristig stabil zu kontrollieren und Rückfälle möglichst zu vermeiden.
Besteht ein erhöhtes Darmkrebsrisiko bei CED?
Bei langjähriger Colitis ulcerosa oder ausgedehntem Befall kann ein erhöhtes Risiko bestehen.
Daher sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen Teil der strukturierten Langzeitbetreuung.
Können CED auch andere Organe betreffen?
Neben dem Darm können in manchen Fällen auch Gelenke, Leber, Haut oder Augen mitbetroffen sein.
Bei entsprechenden Beschwerden erfolgt eine weiterführende Abklärung und Therapie.
Ist eine Schwangerschaft mit CED möglich?
Grundsätzlich ist eine Schwangerschaft bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa möglich.
Wichtig ist eine gute Krankheitskontrolle vor und während der Schwangerschaft. Viele moderne Therapien können – nach individueller ärztlicher Prüfung – auch in dieser Zeit fortgeführt werden.
Eine frühzeitige Beratung und enge fachärztliche Begleitung sind dabei besonders wichtig.
Was ist bei Kinderwunsch oder Schwangerschaft zu beachten?
Ein Kinderwunsch sollte idealerweise in einer stabilen Krankheitsphase geplant werden.
Vor einer geplanten Schwangerschaft prüfen wir gemeinsam die aktuelle Therapie und besprechen mögliche Anpassungen. Während der Schwangerschaft erfolgt eine engmaschige Betreuung in Abstimmung mit den betreuenden Frauenärztinnen und Frauenärzten.

Haben Sie Fragen? Wir beraten Sie gerne

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Für alle anderen Anliegen stehen wir Ihnen während unserer Sprechzeiten telefonisch zur Verfügung.

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